Motivation bedeutet den Hund in ein gewünschtes Verhalten zu lenken

Dies kann über verschiedene Methoden geschehen, aber in unserer Hundeschule wird nie mit Zwangseinwirkung in irgendeiner Form trainiert. Wir arbeiten auch nicht mit Leinenruck, da dies der Gesundheit des Hundes schadet.

Das Training muss auf jeden Hund abgestimmt werden:
Ein Bordercollie oder Schäferhund benötigt ein anderes Training als ein Dackel, Terrier oder ein Windhund.

Schäferhunde oder allgemein Hütehunde sind abhängig von menschlicher Führung.
Sie möchten immer etwas für ihren Menschen tun, nach dem Motto: Sag etwas–ich mache es

Terrier oder manche Jagdhundrassen sind für selbstständiges Arbeiten gezüchtet worden, deshalb werden sie oft als dickköpfig beschrieben, wir verwenden hier lieber den Begriff: selbstdenkend.

Das Motto der selbstdenkenden Hunderassen ist: Überzeuge mich, dass ich das machen soll, dann werde ich es  tun.

Sie werden jetzt verstehen, dass wir nicht nur eine einzige Methode bei der Erziehung anwenden, sondern wir müssen jeden Hund einzeln ansprechen, damit wir auf sein Verhalten einwirken können.

Ob wir Leckerli  in der Hundeerziehung verwenden oder nicht, das entscheidet jeder Hund indirekt für sich, je nachdem auf auf welche Belohnungsmethode er anspricht.

Es gibt Hunde, die werden durch ein entsprechendes Spielzeug zur Mitarbeit motiviert, anderen ist das Spielzeug vollkommen gleichgültig. Wieder andere, die nehmen beim Training kein Leckerli, weil sie zu aufgeregt sind um zu fressen, da arbeiten wir z.B. unter anderem mit stimmlicher Belohnung. Man kann auch mit Körpersprache motivieren. Sie sehen es gibt viele verschiedene Motivationsmethoden, wir finden zusammen mit Ihnen heraus, auf welche ihr Hund anspricht.

 

Wieso haben wir erwähnt, dass wir leise arbeiten?

Jedem ist bekannt, dass die Hunde viel besser hören als Menschen, z.B. sind sie dem Menschen im Hochfrequenzbereich weit überlegen. Ein erwachsener Mensch kann Schallwellen bis zu einer Frequenz von 20.000 Hz wahrnehmen, ein Hund im Vergleich (neuesten Erkenntnissen zufolge)  bis zu 1.000.000 Hz. Hunde können also im Hochfrequenzbereich Töne / Geräusche hören, die für das menschliche Gehör im Ultraschallbereich angesiedelt sind.

Unsere Erfahrungen sind : Leise Befehle sind für den Hund viel interessanter, weil er sich darauf konzentrieren muss.

Manche Hundepfeifen, die für den Rückruf verwendet werden, sind nur im Ultraschallbereich zu hören und trotzdem wirksam. Schäfer verwenden über Distanzen normale Hundepfeifen und geben damit ihren Hunden die Treibrichtung für die Schafe vor.

Wieso sollen wir dann die Befehle wie Sitz, Platz usw. im Kasernenhofton brüllen?

Außerdem stumpft der Hund durch das ständige Geschrei ab und wenn ein lauter Befehl erfolgen muss, z.B. bei Gefahr, nimmt  der Hund das als einen "normaler" Befehl wahr und nicht als "Notfall" -Befehl.

 


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